Halden, Gasometer, verrückte Landmarken und noch mehr Sehenswürdigkeiten im Ruhrgebiet eigenen sich ganz hervorragend für deinen nächsten sonntäglichen Ausflug. Hier sind noch mehr Aussichtspunkte des Ruhrgebietes für dich – von Oberhausen über Bottrop nach Gelsenkirchen. Und darüber hinaus!
Tetraeder | Bottrop

Tetraeder, Beckstraße, Bottrop
Halde Haniel | Bottrop

Halde Haniel, Kirchellener Straße, Oberhausen/Fernewaldstraße, Bottrop
Gasometer | Oberhausen

Nach einer großzügig rationierten Portion Kunst im Inneren des Oberhausener Kulturmonuments lohnt sich immer wieder eine Fahrt mit dem gläsernen Aufzug hinauf aufs Dach des konvertierten Industriedenkmals. Von zugig frischen Plattformen kann man den Blick in alle Himmelsrichtungen schweifen lassen und Kanäle, Kraftwerke, Landschaften, das CentrO usw. erblicken.
Gasometer, Arenastraße 11, Oberhausen
Halde Hoheward | Herten

Unter allen Halden bietet dieses Hertener Goldstück wohl das größte Freizeit- und Kulturprogramm an. Drachensteigen, Segway, informative Führungen oder Gipfelpartys sind aber nur ein Grund von vielen, diese Erhebung zu besuchen. Besonders markant sind auch die versammelten Installationen: Es gibt eine Horizontal-Sonnenuhr mit Obelisk, eine Drachenbrücke und das Observatorium mit den Metallbögen, die man sicherlich schon von einem anderen Aussichtspunkt als Halbkreis in der Ferne erblickt hat. Diese stellen übrigens den Ortsmeridian und den Himmelsäquator dar. Immerhin gilt die Halde Hoheward nicht nur als schniekes Plätzchen für eine weitläufige Aussicht über die Region, sondern auch als besonders geeignet für einen Blick in die Sterne.
Halde Hoheward, Herner Str. 198, Herten
Halde Großes Holz | Bergkamen
Diese Halde überzeugt bei Tag und Nacht. Bei Sonnenschein bezirzt sie mit saftig grüner Naturkulisse, in die sich zahllose Holzskulpturen einreihen. Diese am besten als abstrakte, blaue Fördertürme zu bezeichnende Landmarken machen sich besonders schick als Vordergrund im Foto, während sich im Hintergrund Natur und Industrie erstrecken. Bei Nacht können diese übrigens auch leuchten, genau wie die 30 Meter hohe Stahlsäule „Impuls“, die auf dem Gipfelplateau prangt. Von dort hat man zur Abendstunde auch einen grandiosen Blick auf ein Lichtermeer vom Fuße der Halde bis zur Horizontlinie. Tipp: Schön spazieren gehen, Picknick bei Sonnenuntergang und ins Deckchen gemümmelt bis zum Mondaufgang warten.
Halde Große Holz, Erich-Ollenhauer-Straße, Bergkamen-Weddinghofen
Halde Rungenberg | Gelsenkirchen

Auch bei diesem offiziellen Name klingelt‘s vermutlich nicht direkt. Weiß man aber, dass sich auf dieser ehemaligen Industriedeponie mit Doppelgipfel und Haldenbusen die beiden charakteristischen, rostigen Scheinwerfer befinden, weiß man, woran man ist. Nachts zeichnen diese übrigens mit Licht die Spitze der angehäuften Schuttpyramide an den Himmel. Über eine 300-stufige Treppe erreicht man den begehbaren Höhepunkt und wird mit einem Blick auf das Schalke Stadion, Buer, Kraftwerke und mehr belohnt.
Halde Rungenberg, Holthauser Straße, Gelsenkirchen-Buer
Halde Rheinelbe | Gelsenkirchen

Noch so eine Landmarke, die einem irgendwie vertraut vorkommt. Den vegetationslosen Schuttgipfel dieser Halde krönt eine urzeitlich anmutende Steinquaderanhäufung, genannt „Himmelstreppe“. Der Ausblick ist selbstmurmelnd wunderbar. Fun Fact: die Rheinelbe (genau wie Rungenberg und Großes Holz) gehört zu den brennenden Halden. Das bedeutet, dass im Inneren der Halde Kohlenreste exotherm mit Luftsauerstoff reagieren und es im Wärmestau zur Selbstentzündung kommt. Im Klartext: Da drinnen tut et brennen!
Halde Rheinelbe, Leithestraße, Gelsenkirchen-Ückendorf