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Einstige Heimat, jetzt seelenlose Bar
Ich war selbst jahrelang Stammgast im alten Contra'N und es war eine feste Bastion der Alternativen/Linken Szene, wo Punks und Metallliebhaber auf chillige Genossen und Goths trafen. Eine Heimat für Außenseiter, Studenten und junge sowie alte Hasen der alternativen Szene. Man konnte Lieder auf einem Computer mitten im Raum aussuchen, zusammen Tischkicker, Billard und Dart spielen oder auf einer N64 in der Ecke Mario Kart spielen.
Man konnte zusammen auf abgeranzten, aber gemütlichen Ledersofas chillen und mit Anarchisten oder Marxisten bei guter Musik debattieren, diskutieren oder Sticker tauschen. Es WAR eine Heimat, ein Zuhause, ein neutraler Raum. Die alten Inhaber waren stabile Legenden und Ersatzeltern für viele.
Jetzt. Jetzt ist das Contra'N seelenlos und eine einfache Sauf-Bar. Alles, was gemütlich war, ist weg.
Alles, was es zur Heimat gemacht hat, ist weg. Die Sofas zum Diskutieren und Rumhängen, die N64 für die Nerds, der Tischkicker für die Bros, der Billardtisch und die Dartscheibe für die Rocker und Punks. Das Schlimmste?
Der Computer mit 15. 000+ Liedern von Hardrock, Metal, Deathmetal, Nu, Punk, Alternative und Heavy Metal wurde entfernt. Es war mit das Wichtigste in dieser Kneipe, weil es dich dazu brachte, mal was komplett Neues zu hören und demokratisch mit wildfremden Menschen zu verhandeln und neue Freundschaften zu schließen.
Auch die Sachen, die von der wilden Horde da waren (eine Biker Gang, die die Nazis aus Mannheim vertrieben hat in den 80er und 90er), wurden entfernt. Ein wichtiger Bestandteil antifaschistischer Arbeit im Westen. Ein Stück Geschichte, das unersetzlich ist.
Es ist nur noch eine dunkle, seelenlose Bar, das Rock im Hintergrund spielt und nichts zu bieten hat. Traurig und herzzereißend. Was einst Kult war, wurde zerstört und an die breite Masse angepasst.
BEO! Bitte kommt zurück, die neuen Inhaber machen alles kaputt. Wir vermissen euch.
: -((
- alte Inhaber10
- Computer mit Liedern1
- gemütliche Ledersofas1
- N641