- Preis pro Person
- 21 - 30 €
- Anlass des Besuchs
- Kulinarische Entdeckung
- Servicetyp
- Vor Ort essen
- Mahlzeit
- Abendessen
Authentizität und Präzision fehlen
Leider vermag dieses Haus den selbst formulierten Anspruch an Authentizität und handwerkliche Präzision in keiner Weise einzulösen. Einziger Lichtblick des Abends waren die Baozi mit Shiitake – aromatisch, sauber gearbeitet, mit ausgewogener Füllung. Doch selbst diese solide Darbietung konnte die gravierenden Schwächen der übrigen Speisen nicht kompensieren. Die Erdnussbutter-Nudeln offenbarten eine bemerkenswerte Diskrepanz zwischen Erwartung und Ausführung: Statt einer samtigen, tiefgründigen Sauce präsentierte sich eine trockene Komposition aus schlichten Mie-Nudeln mit etwas Gurke, Möhre und einem kaum wahrnehmbaren Hauch von Erdnuss. Von der versprochenen Cremigkeit keine Spur – kulinarisch eindimensional und dem aufgerufenen Preis in keiner Weise angemessen. Besonders enttäuschend gerieten die Biang-Biang-Nudeln mit Chiliöl. Was als kräftiges, würziges Gericht angekündigt wird, reduzierte sich geschmacklich auf dominante Noten von Sojasauce und Essig – ohne Tiefe, ohne Balance. Das beigefügte Hähnchen war handwerklich mangelhaft vorbereitet: Knochenfragmente durchzogen nahezu jeden Bissen und machten das Essen zu einer unangenehmen, mitunter unappetitlichen Erfahrung. In Summe bleibt ein Abend, der weniger durch Genuss als durch Ernüchterung in Erinnerung bleibt. Angesichts der Preisgestaltung ist die gebotene Leistung nicht zu rechtfertigen. Eine deutliche Überarbeitung von Küche und Qualitätskontrolle erscheint dringend geboten.
- Baozi mit Shiitake
- Erdnussbutter-Nudeln
- Biang-Biang-Nudeln
- Hähnchen