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Enttäuschung an den Feiertagen
Ich kann die guten Bewertungen nicht nachvollziehen. Wir waren mit 8 Personen am zweiten Weihnachtstag dort und vieles ist verbesserungswürdig. Angefangen an einer abgespeckten Karte, deren Gerichte im Wesentlichen an Convenience orientiert waren.
Da täuschte auch die Wildkarte mit vier Wahlmöglichkeiten kaum drüber hinweg. Die Atmosphäre des hinteren Gastraumes war eher die einer Bahnhofshalle aus einer längst vergangenen Zeit. Die Tische waren viel zu eng gestellt und dadurch war es in dem Raum sehr laut.
Der Kellner wirkte überfordert. Statt drei Radler erhielten wir drei Bier und auf Nachfrage wurde lediglich der Tochter angeboten, ein zusätzliches Glas Sprite zu bringen. Wie das das Problem lösen sollte, war uns nicht wirklich klar.
Für die anderen falschen Getränke wurde sich nicht entschuldigt, geschweige denn diese ausgetauscht. Ob die zwei bestellten alkoholfreien Radler tatsächlich alkoholfrei waren, bleibt offen. Das Glas für ein Weizen war innen verschmutzt.
Das zweite gebrachte Glas war vermutlich das gleiche, nur einmal ins Wasser gehalten, denn es war triefnass und es stand ein halber Zentimeter Wasser darin. Ich kann zumindest ein sauberes und trockenes Glas erwarten. Der einzige Vorteil daran, dass man sich sein Weizen auch noch selber eingießen musste, war, dass man das dreckige Glas immerhin erkennen konnte.
Erstaunlich kurz war die Zeit zwischen Bestellung und Lieferung der Essen bei der Anzahl der Menschen im Restaurant. Das wirft zumindest Fragen auf, wie das so schnell zu bewerkstelligen ist. Im besten Fall ist die Küche optimal organisiert.
Im schlechtesten Fall greift man auf schnelle Convenienceprodukte zurück. Das Essen war eher einfach und in vielen Pommesbuden ähnlich bis besser. Ich hatte den Grillteller.
Zwei Fleischstücke waren in Ordnung, die zwei Cevapi waren, genau wie die Frikadelle im Burgerpatty-style viel zu trocken. Dazu gab es Ayvar, Zwiebeln und eine kleinere Menge Djuvecreis, bei dem ich auch nicht sicher bin, ob er selber gemacht wurde. Die Kinder hatten Schnitzel Wiener Art, das beiden viel zu trocken war, mit Pommes als Beilage.
Selbst gemachte Schnitzel? Wenn ja, dann sind diese verbesserungsbedürftig. Die mache ich selber 1000x besser, und es kann nicht sein, dass ich in einem Restaurant deutlich schlechter esse als zu Hause.
Die Preise sind für eine Pommesbude hoch, für ein Restaurant im unteren Normalbereich. Die Qualität ist leider zu schlecht für den Preis. Insgesamt ist die Portionsgröße auch eher klein.
Und das gilt für alle der acht bestellten Teller. Leider gab es für Vegetarier keine nennenswerte Auswahl. Einen Gemüseteller anzubieten ist heute einfach nicht mehr zeitgemäß.
Als Ausflugslokal im Sommer im Biergarten kann man dort sicherlich gut einkehren, da die Getränkepreise in Ordnung sind. Als Restaurant, vor allen an einem Feiertag, sucht man sich besser ein anderes.
- abgespeckte Karte2
- Convenience orientiert2
- Atmosphäre1