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KFC Hauptbahnhof: Potenzial verschenkt
Ich war heute im KFC am Bremer Hauptbahnhof, der durch seine Lage und das moderne Design eigentlich ein riesiges Potenzial hat. Die Bestellung am Terminal ging super fix, und schon nach zwei Minuten konnte ich mein 6er Hot Wings Menü in Empfang nehmen. Was mich allerdings direkt irritiert hat, war die Art und Weise, wie nach einer Bewertung gefragt wurde.
Die Mitarbeiterin bat mich auf Englisch darum, die Rezension doch bitte sofort an Ort und Stelle unter ihren Augen abzugeben. Da ich nicht unhöflich sein wollte und mein Essen noch gar nicht probiert hatte, gab ich im ersten Moment fünf Sterne – ein Fehler, wie sich kurz darauf herausstellte. Als ich direkt danach im Auto die Packung öffnete, war die Enttäuschung nämlich groß.
Die Pommes, die eigentlich knusprig sein sollten, waren labberig, fettig und nur noch lauwarm. Auch bei den Hot Wings sah es nicht besser aus: Von Schärfe oder auch nur einer pikanten Note fehlte jede Spur, zudem waren sie eher kalt als warm. Da ich unter Zeitdruck stand und Hunger hatte, habe ich mir den Weg zurück gespart, aber ärgerlich ist es trotzdem.
Es passt einfach nicht zusammen, wenn das Personal einerseits fast schon offensiv um gute Bewertungen bettelt, die Küche dann aber qualitativ so massiv unter dem Standard bleibt. Wenn man Kunden dazu drängt, ein Urteil abzugeben, bevor sie überhaupt den ersten Bissen probiert haben, wirkt das wenig authentisch und eher wie erzwungener Druck von oben. Das Essen war heute leider weit weg von dem, was man von KFC erwartet, und die Art der Kundenansage hat das Ganze nicht gerade besser gemacht.
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