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Enttäuschender Besuch im Schilling
Wir waren vor zwei Wochen während unseres Kurztrips in Heidelberg im Schilling, angelockt von den vielen guten Google-Bewertungen. Leider können wir diese ausgehend von diesem einen Besuch absolut nicht nachvollziehen. Schon der Start war chaotisch: Wir wurden mehrfach von Stockwerk zu Stockwerk geschickt, bis uns schließlich ein Tisch zugewiesen wurde.
Das hinterließ direkt einen schlechten ersten Eindruck. Das Ambiente ist insgesamt sehr schön und man hat durch die Glasfronten einen tollen Ausblick. Die Sitzgelegenheiten am Fenster sind etwas unbequem, da es sich um Bänke ohne Lehnen handelt.
Wir wurden freundlich von einem aufmerksamen jungen Mädchen bedient, das sich wirklich Mühe gegeben hat. Ich bestellte meinen Lieblingsdrink, einen Pornstar Martini. Für 21 € zwar deutlich teurer als ich es aus Frankfurt gewohnt bin, aber für einen guten Cocktail bin ich bereit, einen höheren Preis zu zahlen.
Leider war die Enttäuschung groß: Der Drink war säuerlich und schmeckte keineswegs so wie ich ihn kenne, denn von Mangopüree war nichts zu merken. So einen schlechten Pornstar Martini habe ich noch nie getrunken. Als Hauptgang bestellten wir eine Platte für 120 € und hatten entsprechend höhere Erwartungen.
Die Vorspeisen, der Gurkensalat und die Rinderfiletstreifen, waren wirklich lecker und steigerten unsere Vorfreude auf das Sushi. Optisch überzeugte die Platte, die schließlich kam, ebenfalls. Sie war schön angerichtet, kreative Fusion-Ideen.
Doch geschmacklich folgte der absolute Tiefpunkt. Der Reis war derart sauer, dass man kaum erkennen konnte, ob man Sushi oder eingelegte Gurken isst. Wir essen häufig Sushi, aber so schlechten Reis haben wir noch nie erlebt und das ruiniert nun einmal alles.
Der Fisch selbst war durchaus gut, ebenso die Toppings, aber gegen diesen sauren Reis kam nichts an. Auf unsere Nachfrage, warum der Reis so sauer sei, reagierte die Bedienung weiterhin freundlich und bot an, das Sushi zurückgehen zu lassen. Doch das hätte nichts geändert, da der Reis schließlich im Voraus für den gesamten Abend zubereitet wird.
Auch schienen die andere Gäste sich nicht zu beschweren, wie mir die Bedienung nach Rückfrage versicherte, was uns sehr wunderte. Entweder hatten wir wirklich nur Pech mit unserem Sushi oder man kennt in Heidelberg nur Sushi mit saurem Reis. ;) Am Ende aßen wir das Sushi notgedrungen, weil wir hungrig waren, und verließen das Restaurant im doppeldeutigen Sinne „sauer“.
Sowohl der Drink als auch der Reis waren geschmacklich extrem sauer, und dafür knapp 200 € zu zahlen, hat uns zusätzlich angesäuert. Alles in allem war es das schlechteste Sushi, das wir je gegessen haben, allerdings ist das Ambiente dort schön und der Service überzeugend.
- Ambiente8
- Bedienung8
- Vorspeisen8
- Start2
- Sitzgelegenheiten4
- Pornstar Martini2