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Enttäuschendes Thai-Erlebnis
Heute war mein erstes – und definitiv auch mein letztes Mal hier. Es war das schlechteste Thai-Essen meines Lebens! Das Ambiente war zunächst seltsam, da wir erst den eigentlichen Eingang suchen mussten und dann einen etwas ungewöhnlichen nahmen.
Das Erdgeschoss wirkte wie eine Rumpelkammer mit Fahrraddekoration. Da es eine Empfehlung war, gingen wir ins eigentliche Lokal die Treppen hoch. Das Ambiente dort war urig und mal was anderes.
Obwohl wir einen Tisch reserviert hatten und noch reichlich Tische, auch größere, frei waren, bekamen wir einen kleinen 2er-Tisch im Durchgang zugewiesen. Die handgeschriebenen Karten waren nett, aber teilweise schlecht lesbar, und es gab nur eine reine Weinkarte. Auf Nachfrage nach einer Getränkekarte wurde uns mitgeteilt, dass es keine gibt.
Eine kleine Auswahl an alkoholfreien Getränken wurde schnell und lustlos vorgetragen. Das war schon etwas seltsam bei der doch etwas gehobenen Preisklasse. Die Getränke kamen relativ flott – 4 € für maximal 0, 25l Saftschorle.
Die Bedienung fragte dann dreimal innerhalb von 10 Minuten, ob sie die Bestellung aufnehmen könne, obwohl wir noch die Speisekarte offen hatten und offensichtlich noch nicht ganz entschieden waren. Wir bestellten Sate-Spieße mit Erdnusssauce und Papayasalat zur Vorspeise, dazu Laab und Garnelen, Tintenfisch und irgendeinen Fisch im Tontopf als Hauptgang. Die Vorspeisen kamen überraschend schnell, nett angerichtet und durchaus schmackhaft, aber die Portionen waren sehr klein und überschaubar – für 10 € und 9 € gerade noch akzeptabel.
Dann kamen nach knapp 10 Minuten auch schon die Hauptgerichte. Das Gericht im Tontopf war wie auf der Karte beschrieben, aber der Reis kam in einer offenen, lieblosen Schüssel. Zum Laab gab es ein Mini-Portiönchen Klebereis in einem Mini-Bastkörbchen, der Reis im Mini-Glas war nur lauwarm.
Das Laab war geschmacklich kein Highlight, aber ganz okay, allerdings war die Konsistenz des Fleisches komisch – es war vermutlich durchgedrehtes Hackfleisch in seltsamer Körnung. Das Seafoodgericht für 28 € war eine einzige Unverschämtheit: lieblos servierte 2 Garnelen, 2 Stückchen Tintenfisch und 1 peinliches Stückchen Fisch in einer undefinierbaren, geschmacklosen Sauce mit etwas Gemüse. Von den Geschmacksexplosionen, die ich aus der guten originalen Thai-Küche kenne, war das so weit entfernt wie Nürnberg von Thailand!
Die eigentlich beschlossene Nachspeise wurde gecancelt. Zum Abräumen kam die deutsche Bedienung oder vielleicht die Betreiberin und fragte, ob alles okay gewesen wäre. Meine Begleitung sagte aus Höflichkeit „gut war’s“, ich nur „Soweit“.
Die Dame hätte mich mit dem Blick fast gefressen, wurde mir berichtet. Zum Bezahlen kam dann die asiatische Bedienung. Immerhin 81 € für die paar Kleinigkeiten mit zweifelhafter Qualität und kaum Geschmack, da das Laab als Hauptgericht letztendlich mit unverschämten 26 € berechnet wurde.
Die beiden kleinen Saftschorlen wurden mit je 4 € berechnet. Auf Nachfrage der Dame, ob ich nicht noch Trinkgeld mittippen wolle, antwortete ich nur mit „Das passt schon so“. Daraufhin sah sie mich verwundert, fast schon empört an und fragte, ob denn nicht alles okay gewesen sei.
Ich antwortete wahrheitsgemäß, dass das Tontopgericht absolut geschmacklos und die anderen Portionen zu klein gewesen seien. Reaktion: Keine Entschuldigung, keine Wiedergutmachung angeboten. Sondern die Antwort: „Sie sind seit Anfang des Jahres der Erste, der sich hier beschwert.
“ An Arroganz nicht zu überbieten! Euch beiden Damen gönne ich, dass am Samstagabend der halbe Laden leer steht!
- Thai-Essen1
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