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Früher Gasthof, heute Enttäuschung
Ich kann die anderen Bewertungen nicht verstehen. Entweder werden regelmäßig die negativen heraus gelöscht, die Personen verklärt oder seit kurzem erst so unmöglich! An meinem Geburtstag wollte ich meiner 95-jährigen Großmutter den Gefallen tun, noch mal im Gasthof zur Post essen zu gehen, wo wir seit meiner Kindheit früher unzählige Feste gefeiert haben.
Bereits die vordere Fassade zeigte, dass das Gebäude sichtlich in die Jahre gekommen ist und scheinbar keiner mehr Interesse daran pflegt, es repräsentativ zu erhalten. Selbst die Speisekarte vor der Tür war kaum lesbar, weil schon so alt und ausgeglichen. Dann nützen die ausgeglichen Kunststoffblüten auch nichts.
Ich hatte extra für zwei pflegebedürftige Personen einen Tisch reserviert, der nicht im Fokus der anderen steht. Was bekamen wir? Einen ungedeckten Tisch direkt am Eingang im Durchzug.
Die Glasschiebetür zuzuschieben, wurde uns gleich untersagt. Man könnte ja dagegen laufen bei den Menschenmassen, die hier ein und ausgehen… Dann bekamen wir den Besteckkorb auf den Tisch geknallt und durften uns selber das Besteck und Bierdeckel verteilen sowie die Servietten falten. Die stark in die Jahre gekommenen Speisekarten, die sichtlich deutlich verschmutzt waren, enthielten zwar noch fast die gleichen Speisen wie damals, natürlich zu neuen Preisen.
Der kurze Zwischenbesuch auf der Herrentoilette zeigte einen länger bestehenden Wasserschaden in Form von einem fauligen Fenstersturz und Flair der frühen 70er Jahre! Zwischendurch kam dann der Zigarettenduft der „Rezeptionistin“ um die Ecke, da scheinbar an einer Rezeption kein Rauchverbot herrscht. Für 24, 90 € wurden mir dann sechs zerschnittene Tintenfischringe mit rohen Pommes und liebevoll zusammengemixter Ketchup Mayo Sauce serviert.
Sehr hygienisch, das der Koch mit seinen Hygienehandschuhen scheinbar kocht, serviert, kassiert. Da frage ich mich wirklich, wozu man Handschuhe trägt. Schade, dass der gute Ruf und die Qualität dieses früher so beliebten Gasthof in Eiserfeld so geworden ist, dass es mir mehr als peinlich war meine Familie dorthin einzuladen.
Nie wieder!
- Gebäude2
- Speisekarte2
- Tisch1